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Himbeermarmelade aus gefrorenen Himbeeren: Sommer im Glas – auch im Winter
Wer kennt es nicht? Draußen ist es grau, kalt und regnerisch, und man sehnt sich zurück in die warmen Monate voller Licht, Farbe und Geschmack. Doch was wäre, wenn man sich ein kleines Stück Sommer auf den Frühstückstisch holen könnte – ganz einfach, auch mitten im Winter? Genau hier kommt das Rezept: Himbeermarmelade aus gefrorenen Himbeeren ins Spiel.
Himbeeren gehören zu den intensivsten und aromatischsten Beeren überhaupt. Leider haben sie eine sehr kurze Saison – meist nur wenige Wochen im Jahr. Zum Glück lassen sie sich wunderbar einfrieren, ohne dass sie ihren Geschmack verlieren. Und das eröffnet großartige Möglichkeiten: Denn Marmelade lässt sich nicht nur mit frischen, sondern ebenso gut mit gefrorenen Himbeeren herstellen.
Das hat gleich mehrere Vorteile: Gefrorene Himbeeren sind das ganze Jahr über verfügbar, oft sogar günstiger als frische Ware – und bereits gewaschen sowie vorbereitet. Wer spontan Lust auf fruchtige Konfitüre hat oder seine Vorräte auffüllen möchte, ist mit diesem Rezept bestens beraten. Die Herstellung ist kinderleicht, das Ergebnis aromatisch, farbintensiv und frei von Konservierungsstoffen.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du mit einfachen Zutaten und ohne Vorkenntnisse eine köstliche Himbeermarmelade aus gefrorenen Himbeeren zauberst – perfekt für Frühstück, Brunch oder als liebevolles Geschenk aus der Küche. Am Ende erzähle ich dir außerdem eine persönliche Geschichte darüber, wie ich selbst auf dieses Rezept gestoßen bin und warum es für mich ein Stück Heimat bedeutet.
Zutaten für 2000 g Himbeermarmelade aus gefrorenen Himbeeren
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Gefrorene Himbeeren | 1500 g |
| Gelierzucker 2:1 | 750 g |
| Zitronensaft (frisch gepresst) | 3–4 EL |
| Vanille (optional) | 1/2 Schote oder 1 TL Vanillezucker |
Benötigte Küchenutensilien
| Utensil | Verwendung |
|---|---|
| Großer Kochtopf | Zum Kochen der Marmelade |
| Küchenwaage | Zum genauen Abmessen der Zutaten |
| Holzlöffel oder Kochlöffel | Zum Umrühren während des Kochens |
| Stabmixer (optional) | Für feinere Konsistenz |
| Marmeladentrichter | Für sauberes Einfüllen in Gläser |
| Sterile Einmachgläser | Zur Aufbewahrung |
| Küchentuch | Zum Abwischen der Glasränder |
Zeitaufwand im Überblick
| Schritt | Dauer |
|---|---|
| Zubereitungszeit | ca. 20 Min |
| Kochzeit | ca. 10 Min |
| Gesamtzeit | ca. 30 Min |
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Rezept: Himbeermarmelade aus gefrorenen Himbeeren
1. Himbeeren vorbereiten – Die gefrorenen Himbeeren direkt in einen großen Topf geben – ein vorheriges Auftauen ist nicht nötig. So bleiben Aroma und Farbe besser erhalten.
2. Früchte erwärmen und pürieren – Langsam bei mittlerer Hitze erhitzen, bis die Beeren aufgetaut sind und leicht köcheln. Optional kannst du sie mit einem Stabmixer fein pürieren – oder du lässt sie stückig für mehr Biss.
3. Zutaten einrühren – Den Gelierzucker und Zitronensaft hinzufügen, alles gründlich vermischen. Wer mag, kann nun die Vanille ergänzen – sie rundet den Geschmack herrlich ab.
4. Aufkochen und kochen lassen – Die Masse unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und etwa 4–5 Minuten sprudelnd weiterkochen. Achte darauf, dass nichts anbrennt!
5. Gelierprobe durchführen – Ein kleiner Klecks Marmelade auf einen gekühlten Teller geben. Wird sie nach kurzer Zeit fest, ist die Marmelade fertig.
6. Abfüllen in Gläser – Die fertige Marmelade heiß in sterilisierte Gläser füllen, fest verschließen und für etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen – das sorgt für Vakuum und längere Haltbarkeit.
Tipps für perfekte Himbeermarmelade
- Kerne oder nicht? Wer es feiner mag, kann die pürierten Beeren vor dem Kochen durch ein Sieb streichen.
- Verfeinern mit einem Spritzer Orangenlikör oder einem Hauch Zimt für winterliche Note.
- Die Marmelade hält sich ungeöffnet mindestens 1 Jahr – kühl und dunkel lagern.
Mein Marmeladenmoment: Wie ich Himbeermarmelade aus gefrorenen Himbeeren entdeckte
Es war ein Sonntag im Februar. Der Himmel grau, der Wind bissig, und meine Stimmung irgendwo zwischen „Ich will Frühling“ und „Ich brauche etwas Süßes“. In meiner Vorratskammer herrschte gähnende Leere – außer einer Tüte gefrorener Himbeeren, die ich irgendwann einmal für ein Dessert gekauft und dann vergessen hatte.
Ich erinnerte mich daran, wie meine Großmutter früher selbstgemachte Marmelade zubereitet hatte. Immer im Sommer, mit frischen Früchten aus dem Garten. Aber warum, fragte ich mich, sollte man Marmelade nicht auch im Winter machen können? Kurzentschlossen suchte ich im Netz nach einem Rezept für Himbeermarmelade aus gefrorenen Himbeeren – und wurde fündig.
Ich war skeptisch. Würden die gefrorenen Beeren wirklich denselben Geschmack entfalten wie frische? Würde die Konsistenz stimmen? Und vor allem: Lohnt sich der Aufwand?
Also stellte ich mich in die Küche, schüttete die frostigen Himbeeren in den Topf und begann. Schon nach wenigen Minuten erfüllte der Duft der aufkochenden Früchte mein Zuhause – fruchtig, lebendig, wie ein Versprechen auf bessere Tage. Ich fügte den Zucker hinzu, rührte, probierte – und war begeistert.
Als die Marmelade schließlich in den Gläsern war, passierte etwas Unerwartetes: Ich war stolz. Stolz darauf, mitten im Winter ein Glas Sommer konserviert zu haben. Stolz, nicht in den Supermarkt gerannt zu sein, sondern selbst etwas geschaffen zu haben.
Am nächsten Morgen öffnete ich das erste Glas. Der Geschmack? Intensiv. Frisch. Fruchtig. Als hätte ich die Himbeeren gerade erst gepflückt. Ich löffelte die Marmelade auf mein Brot und lächelte. Der Winter war noch da – aber er schmeckte plötzlich gar nicht mehr so kalt.
Seitdem ist Himbeermarmelade aus gefrorenen Himbeeren fester Bestandteil meines Alltags. Ich verschenke sie, genieße sie zu Käse, rühre sie in Joghurt oder genieße sie einfach pur. Sie ist für mich nicht nur ein Aufstrich – sondern ein Gefühl: Von Selbstbestimmung, Kreativität und der Gewissheit, dass man sich auch im Winter ein Stück Sommer gönnen darf.
Wenn du also das nächste Mal eine Packung Himbeeren im Tiefkühlfach entdeckst – denk nicht an Dessert. Denk an Marmelade. An Wärme. An Freude im Glas.
